AUSZUG AUS DER BIOGRAPHIE VON LAMA SÖNAM 

       Lama Sönam ist ein französischer Lama. Er ist Laie.

       In eimer Dezembernacht 1951 mitten in Paris blühten die Kornblumen auf .………….. .

       Zum ersten Kontakt mit dem Buddhismus kam es eines Nachmittags an einer Strassenecke. Die Begegnung mit Milarepa……… in einem dunklen Kinosaal, wo ein Film über dessen Lebensgeschichte gezeigt wurde, prägte alle darauffolgenden Jahre.


Kalu Rinpoche

     Von diesem Moment an war das Leben dieses grossen tibetischen Yogi ein Beispiel, eine Inspiration auf dem spirituellen Weg und bei der Suche nach einem Meister. Nach einigen Jahren des Umherirrensi; des Zweifels und der Ungewissheit zeigte sich eines Tages im Juni 1976 mit dem Lächeln von Kalu Rinpoche der Ausdruck von unendlicher Güte.

     Von da an begannen Jahre des Studiums und des Umsetzens der Lehre in die Praxis. In dieser Zeit traf er viele grosse Meister unterschiedlicher Traditionen und insbesondere 1980, bei einem Aufenthalt in Paris, Lama Gendün Rinpoche, den er in unvergesslicher Erinnerung behielt, sowie Jigme Rinpoche, beide Verantwortliche von Dhagpo Kagyu Ling.


     Lama Sönam         Gendün Rinpoche

       Anfang 1981 äusserte Kalu Rinpoche auf Bitte von mehreren Schülern, die an einem ruhigen und friedlichen Ort günstige Bedingungen für die praktische Umsetzung der Lehre der Karma Kagyu Tradition schaffen wollten, den Wunsch, dass dieser Ort in der Umgebung von Paris gefunden werden sollte. 

       Bei einem Treffen mit Shamar Rinpoche im Frühjahr des gleichen Jahres wurde entsehieden, wie dem Vorbild der Meister der Vergongenheit am besten zu folgen sei. 

       Im September 1981 fand er einen Ort, der das Institut Vajradhara Ling werden sollte, für das er einige Jahre die Verantwortung trug. Bei den Bestattungszeremonien des 16. Karmapa im Dezember zeigte sich, dass dies eine der letzten Vorhersagen war, die Karmapa äusserte. 

       Bei dieser Gelegenheit traf er Kalu Rinpoche in Rumtek wieder, der den Wunsch äusserte, dass in dem gerade gegründeten Zentrum ein Retreatbereich entstehen sollte. Anfang 1983 vertraute ihm Rinpoche die Planung und Durchführung dieses Projektes an. Im November 1984 waren die Arbeiten beendet und das Retreat konnte beginnen. Während des Retreats erhielt er die vollständige Übertragung der Changpa-Kagyu-Linie.

        Nach Ende des Retreats im Februar 1988 blieb er bei Lama Tenpa Gyamtso, um sein Verständnis der Lehre zu vertiefen. Im Mai 1989 wurde er zum "Waisen", nachdem sein Meister Kalu Rinpoche in die reinen Länder gegangen war, und einige Prüfungen brachten ihn dazu, sich mehrere Monate für ein Einzelretreat zurückzuziehen.

       1991 lernte er seine zukünftige Weggefährtin kennen und zog, auf Anweisung von Djamgön Kontrul Rinpoche, für weitere Aktivitäten nach Deutschland um. 6 Jahre lang unterrichtete er und teilte seine Erfahrung der Praxis überall dort, wo er darum gebeten wurde, unabhängig von Orten und Traditionen. Im Laufe der Zeit bildeten sich Gruppen und der Wunsch entstand, die Praxis in einem günstigen Rahmen zu vertiefen.

        Dieser Wunsch blieb nicht ungehört, denn während eines Kurses im Juni 1996 in einem Zentrum der Sakyapa-Tradition wurden die ersten Informationen über einen Platz an ihn herangetragen, wo dieses Projekt verwirklicht werden könnte. Im Juli besuchte er zusammen mit Jigme Rinpoche den Platz und dieses entsprach in allem den Vorstellungen.

        Das Projekt selbst begann Form anzunehmen, nachdem man den Rat von Künzig Shamar Rinpoche und Lama Gendün Rinpoche eingeholt hatte. Im August übergab er Lama Gendün Rinpoche - gerade auf der Rückreise nach Le Bost - den Platz, der ihn sodann segnete und weihte und ihm den Namen "Dhagpo Dargye Ling" - der Ort, von dem aus sich die Lehre Gampopas grenzenlos ausbreitet - gab.

       Zu diesem Zeitpunkt erhielt Lama Sönam die Anweisungen zur Durchführung des Projektes. Ihm wurde die Verantwortung für das Projekt und die Durchführung der Retreats übertragen. Diese Ereignisse brachten es mit sich, dass er im Frühjahr 1997 wieder nach Frankreich umzog. Seither lebt er in Dhagpo Dargye Ling und leitet den Aufbau des Zentrums gemäss den Wünschen von Rinpoche.

       Nach dem Tod von Lama Gendün Rinpoche hat Shamar Rinpoche, das Oberhaupt der Kagyupa-Linie, 1999 Lama Sönams Verantwortlichkeit bestätigt, indem er ihn bat, die Wünsche zu verwirklichen und die Aktivität von Lama Gendün Rinpoche in diesem Laienzentrum für Retreats von kurzer und längerer Dauer fortzuführen.